Über die Vorgeschichte

In den Bayerischen Wald?
Da erschieß ich mich doch lieber…

Brotbackofen in Tresdorf, Bayerischer Wald
Brotbackofen in Tresdorf – Foto: Paul Einhell

Genau so hat das die Tourismusreferentin vom Landkreis natürlich nicht gesagt, als ich im April 2013 den Landrat um ein Gespräch bat. Aber im Endeffekt war das die einzige Antwort auf meine Frage, warum ich im Bayerischen Wald immer nahezu alleine auf meinem Mountainbike unterwegs bin. Wo sind die anderen und warum ist das so?

Zelezna Ruda, Nationalpark Bayerischer Wald, Sumava Nationalpark
Zelezna Ruda – Foto: Paul Einhell

Im Grunde hat sie damit nicht ganz unrecht. Wer, jünger als Vierzig, Fünfzig oder eher  Siebzig fährt im Sommer schon in den Bayerischen Wald? Münchner bringst da einfach nicht hin.

In der Regel haben die paar Wenigen, die dort im Sommer mit dem Fahrrad oder anderweitig unterwegs sind einen meist familiären Bezug dorthin. Genau wie ich.

Ich verbrachte dort immer die schönsten Ferien meiner Kindheit. Natürlich war mir die Natur und Landschaft dort egal, außer wir mussten mit auf den Berg. Bockig erkämpft blieben trotz Wiederwillen gegenüber Wandern schöne Impressionen bis heute haften.

Fast 2 Jahrzehnte Pause.

Ab 20 hatte ich natürlich besseres zu tun als in den Bayerischen Wald zu fahren. Gardasee, Canazei waren damals schon seit Jahren angesagt und mussten ausgiebig erforscht werden. So hatte ich diese Gegend mit 40 schon fast aus den Augen verloren, als mich der Bayerische Wald in Form von privaten Verpflichtungen wieder einholte. Seitdem mache ich den Bayerischen Wald und Böhmerwald immer wieder zu Fuß, mit dem Rad  oder den Skiern unsicher.

Und während sich die Unwissenden, wie die Lemminge in den Münchner Hausbergen mit hunderten Anderer um die Sonnenplätze auf der Alm zanken, ruht in der anderen Himmelsrichtung ein Waldgebiet, so weitläufig, daß  vielerorts kein anderer Mensch zu sehen ist.

Der Zauber

Die Himmelsleiter zu Gipfel – Foto: Paul Einhell

Ich habe inzwischen dort zahlreiche Freizeitangebote ausprobiert, denn die Auswahl ist riesig. Auch habe ich in diesen Jahren so einige Bayerwaldfrischlinge kennengelernt, sei es bei einer geführten Tour oder unterwegs. Dem Zauber des Waldes entkommt keiner.

Und so kommen wir zu dem Grund, warum ich diesen Blog Im Frühjahr 2014 ins Leben gerufen habe.
Ich kann mich nicht damit abfinden, dass der Bayerische Wald so weit hinter seinen touristischen Möglichkeiten bleibt. Das Image der Region in München und vermutlich auch überall anderswo nicht nur verstaubt, sondern viel schlimmer noch, nicht vorhanden. 

Einzig Wellness all inclusive und ein paar Familien bringen die relevanten Erträge mit der Folge, dass kleine Pensionen, Gasthäuser und Hütten kämpfen müssen, damit sich die ganze Sache für sie rentiert. Orte erscheinen ausgestorben.  Die Tschechen auf der anderen Seite des Waldes von Deutschen wenig entdeckt, meineserachtens attraktiver aufgestellt. Vornehmlich durch die Tschechen selbst, die Ihrem Sumava Nationalparg stets die Treue halten, zahlreich kommen und das auch noch in jedem Alter.

Die Poltik macht meineserachtens zu wenig.

Der Latschensee hinter dem Hochschachten im Zwieseler Winkel, Nationalpark Bayerischer Wald
Der Latschensee Foto: Paul Einhell

Seit 2009 schwadroniert die dortige Politik über die Vernetzung der verschiedenen Regionen. Vom Tourismusgroßraum Donau–Moldau. Große Pläne, aber nicht mehr. Und wir haben inzwischen 2017. Ich habe das Gefühl, bei vielen Plänen geht es nur um das Abgreifen von Steuergeldern, Versorgung der Region mit gut bezahlten Pöstchen und Selbstbeweihräucherrung des eigenen Egos. Der Spruch „Es zählt was hinten rauskommt“ gilt hier nicht, denn es kommt nichts dabei raus. Zumindest mir ist nichts bekannt, was irgendetwas am Bekanntheitsgrad und Image der Region  verbessert hätte.

Darum vernetze ich die Region, was bei einer Person wohl ein längeres Unterfangen werden dürfte. So viel ich weiß, bin ich aber die einzige länderübergreifende Webseite, die die gesamte 3 Länder-Region so vielfältig und gleichberechtigt behandelt. Mir bekannt ist nur noch Bike-O-Rama, ein privates Tourenportal, das sich auch nicht um Länder und Landkreisgrenzen schert.

Der Viechtacher Kessel, Der Bayerische Wald zwischen dem Naturpark und dem Nationalpark Bayerischer Wald
Viechtacher Kessel – Foto: Paul Einhell

Da es so viele Freizeitangebote im Bayerischen Wald und Böhmerwald gibt, beschränke ich mich fast ausschließlich auf Aktivsport, da dieser auf den Tourismusportalen mit einer Ausnahme meist zu kurz kommt. Das Arberland bildet seit 2016 eine rühmliche Ausnahme. Ich bezweifel stark, dass meine Aktivitäten in der Politik auch nur das geringste bewirkt haben. Trotzdem gibt es auf der Arberland-Seite Bereiche, die meiner Blog-Struktur sehr ähneln. Und das empfinde ich als Lichtblick.
Ich trage alle relevanten Internetseiten, egal in welchem Land der Region sie angeboten werden, auf meiner Seite zusammen. Sammle und veröffentliche Links zu offiziellen sowie zu privaten Seiten. Schreibe Artikel über Freizeitangebote, die ich den verschiedenen Kategorien zuordne.
Damit hoffe ich, euch die meist lästige Suche auf dutzenden, teilweise schwer zu findenden Seiten zu ersparen.

Viel Spaß beim Stöbern und Lesen. Über Kommentare, Kritik und Reaktionen von euch freue ich mich.

Über die Region

Der Outdoor-Blog für den Bayerischen Wald und Böhmerwald