Anlegestelle mitten im Weltkulturerbe

Sag zum Abschied leise Servus

Grenzenlos-biken.de stellt den Betrieb zum Jahresende ein.

Diese Entscheidung ist mir recht leicht gefallen, auch wenn es etwas schade ist, die umfangreichste Sammlung von touristischen Angeboten im Bayerischen Wald und Böhmerwald einzustampfen.

Der Aufwand so eine Seite zu betreiben ist einfach zu groß und die Gefahr abgemahnt zu werden auch. Zudem möchte ich mich nicht mehr an der Werbung für den Bayerischen Wald beteiligen, denn touristischer Erfolg hat auch seine Schattenseiten.

Voll ists geworden

Bereits in den letzten Jahren konnte jeder sehen, dass es peu à peu voller geworden ist im Woid. Zum einen sehr erfreulich, zum anderen konnte jeder sehen, dass die offiziellen Stellen nicht in der Lage sind die nötigen Voraussetzungen für ein Plus an Gästen zu schaffen.

Auf der einen Seite wirbt man mit Naturschutz und dem einzigartigen Ökosystem Wald, auf der anderen Seite lässt man es zu, dass ganze Horden an Autofahrern die sensible Flora neben der Straße plattwalzen und tröpfchenweise das Altöl in den, wie sie immer behaupten, einzigartigen Nationalpark abgeben. Tourismus mit alternativen Lösungen, unvorstellbar und natürlich grüner Irrweg. Nur zur Erinnerung meine Herren, die Bahn wurde vor dem Auto erfunden. Wie das funktioniert, kann im Vintschgau gelernt weden

Die menschliche Gier ist grenzenlos.

Da kennen Kanuverleiher kein Limit und finden es völlig in Ordnung, dass Ihre Kunden kiloweise Kronenkorken, Leergut, Sonnenbrillen und selbst Handys im Gumpenrieder Schwall versenken. Aufklärung der Kunden Fehlanzeige, Gegensteuern auch. Natürlich brauche ich nicht zu erwähnen, dass die Anlieger-Gemeinden das Ganze auch noch toll finden anstatt regulierend einzugreifen. Das haben jetzt die Angler bewerkstelligt. Natürlich nicht aus Umweltschutzgründen sondern einzig zur Absicherung ihrer ganz eigenen Interessen – Recht so.

Danksagung

Bedanken möchte ich mich bei meinen wenigen Unterstützern. Als erstes wären da die Woidriders zu nennen. Sascha, ein intimer Kenner praktisch aller mit dem Rad bebefahrbarer Wege und Steige teilte immer gerne und selbstlos seine Ortskenntnis.

Natürlich möchte ich mich auch bei Klaus Dieter Neumann bedanken, der mir des öfteren mit einem kostenlosen Bild aus seinem Fundus ausgeholfen hat und mir auch immer mit Rat und Tat bei Seite gestanden ist.

Und zu guter Letzt, vielen Dank an Klaus Kickingereder, der auch sein wertvolles Wissen mit mir geteilt hat.

Und was hatte ich davon?

Ich sags euch. In über 6 einhalb Jahren habe ich einen Spezi ( Danke Woife) 1 Stück Kuchen mit einer Tasse Kaffee verdient und die jeweils eine Skiabfahrt am Hochhficht und im Skizentrum Mitterdorf, musste ich nicht bezahlen. Alles andere habe ich selbst bezahlt und mich erst danach vorgestellt um unabhängig meine Meinung zu schreiben.

Zudem wurde das Konzept meiner Seite vom Arberland ziemlich genau übernommen. Vermutlich nicht, weil sie es bei mir abgekupfert haben, sondern weil es sinnvoll und zukunftsträchtig ist. Da Woid ist mehr als Bärchenurlaub für Familien ohne Geld.

Und zum Schluss

Das schönste für mich war, dass ich beklaut wurde. Text und Bilder wurden von einem großen bayerischen Landkreis gestohlen. Natürlich ohne meinen Namen oder die Webseite zu nennen. Erst die Drohung mit dem Rechtsanwalt verschaffte mir den gewünschten Link auf die Lankreisseite und die Erkenntnis, dass meine Arbeit doch nicht ganz so schlecht sein kann.

Und eines habe ich leider nicht geschafft. Und zwar dass das Onlinemagazin Da Hogn über mich geschrieben hat. Schade, vielleicht lags dran, dass ich nicht kritiklos den Woid und die ansässigen Touristiker gelobt habe, oder vielleicht ist es auch der Tatsache geschuldet, dass ich nur ein halber Waidler bin.

Vielen Dank an meine 1.800 Leser im Monat